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Lange haben wir nichts mehr von Lester berichtet weil wir viel mit ihm beschäftigt waren, da er uns auf Grund seiner altersbedingten und gesundheitlichen Entwicklung mehr brauchte, so war der Kopf nicht frei genug um noch darüber zu Berichten. Aber nun nach einiger vergangenen Monate fällt das Zurückdenken und darüber sprechen und schreiben etwas leichter, obwohl immer noch die Augen dabei feucht unterlaufen und das zeigt, was er uns bedeutet hat. Aber nun ein kurzer Rückblick.

Im August 2017 erlitt unser Lester einen Rückenmarksinfakt und konnte dann seine Hinterbeine nicht mehr koordinieren. Wir waren schon fast so weit ihn zu erlösen aber warum eigentlich, er war bis auf seine Hinterbeine fit. Wir haben dann erst noch probiert mit Physiotherapie die Lähmung aufzuhalten, was aber nicht geklappt hat. Nun stand fest, er wird nicht mehr auf allen vieren laufen können und so entschlossen wir uns, ihm einen Rolli zu besorgen. Das klappte dank Ebay auch sehr schnell und der Rolli wurde dann in Bochum beim Hersteller für ihn angepasst. Es zeigte sich ganz schnell, dass die Entscheidung ihn nicht einschläfern zu lassen, sondern ihm das Weiterleben mit Hilfe eines Rolli zu ermöglichen, ganz richtig war. Es war eine Lebensfreude bei ihm und dadurch auch bei uns festzustellen, wenn es mit dem Rolli auf die täglich Tour ging. Er konnte super damit seine Geschäfte erledigen und wenn er etwas Interessantes sah, wurde er auch verdammt schnell mit dem Ding, man kam ins joggen.

Hier könnte ihr ein Video von ihm ansehen, wie er mit seinem Rolli unterwegs ist.

Für den häuslichen Bereich hatten wir eine Tragehilfe mit der er auch seine Geschäfte im Garten erledigen konnte. Ansonsten hat er sich halt schleppend im Haus und auf dem Hof bewegt. Damit er keine Schleifverletzungen bekam, haben wir für die Hinterpfoten verstärkte Schutzstrümpfe hergestellt. Durch die Rolliarbeit hat er vorne Muskeln noch verstärkt aufgebaut, die ihm bei der anderen Fortbewegung geholfen haben.
Natürlich hat sich durch diese Gesamtsituation auch einiges in unserem Leben, Tagesablauf geändert, so z.B. hat Herrchen halt sein Bettlager auf das Sofa verlagert, um besser mitzubekommen wenn Not am Hund war. Aber alles war für uns kein Problem, nun konnten wir einen Teil an ihn zurückgeben, was er uns gegeben hat.

 

Leider geht auch die schönste Zeit, jedes Leben mal vorbei. Am 12.04.2018 hatte Lester nach einem Spazierganng eine Atemnot. Wir sind dann sofort zum Tierarzt und der stellte eine Lungenembolie fest. Die sofort eingeleiteten Maßnahmen zeigten nicht den gewünschten Erfolg und da die Gefahr bestand, dass er einen Erstickungstod und mit Blick auf sein Alter und sonstigen Zustand, haben wir uns für ihn entschlossen und ihm die Tür zur Sternchenwiese geöffnet und dorthin begleitet. Wir danken ihm für die schönen 10 1/2 Jahre, die er von seinen 11 Jahren und 8 Monaten bei uns verbracht hat. Er wird immer in unserem Herzen sein.